Uwaah! Ich habe 3 Stunden geschlafen, oder wie auch immer man das nennen mag. Jetzt bin ich total im Eimer und werde heut auch nix mehr machen, außer im Bett rumgammeln.
Heute morgen schon wieder Verdruss, ich hatte gestern meinen Koffer gewogen und die Waage zeigte 18 kg. Am Flughafen waren es plötzlich 24! Das wären fast 200 Euro an Gebühren gewesen, die ich hätte draufzahlen müssen. Aber was will man machen, ich fahre nun mal für ne ganze Zeile weg und brauche die Sachen einfach. Abhilfe geschaffen, indem ich ne zweite Tasche gekauft habe (zum Glück gibt’s überall diese Souvenirshops!) und einfach ein bisschen umgelagert habe. Der zweite Koffer hat zudem nur 35 Euro an Gebühren gekostet, aber lassen wir das.
Irgendwie ging dann alles ziemlich schnell. Durch die Sicherheitsschranke durch und auf zu Gate 65, dem allerallerletzten in der hintersten Ecke. Ich dachte schon, ich sei spät dran, stand dann aber ziemlich weit vorne in der Warteschlange und habe einen Fensterplatz erhaschen können. Nicht, dass es besonders interessant gewesen wäre. Die ganze Zeit über sah man nur ne hässliche Wolkendecke. Zumal war mir schon lange nicht mehr so langweilig. Und die Frau neben mir war die ganze Zeit nur am Essen... Allein fliegen ist öde, obwohl ich auch schon 8 Stunden lang zwei Plätze für mich allein hatte.
Zwischen Liverpool und Dublin klarte der Himmel dann auf und man konnte das Meer sehen. Und irgendwie kam es mir so vor, als hätte der Pilot den Motor abgeschalten, es war noch nie so ruhig in einem Flugzeug... Die Halbinsel Howth war das erste, was man sehen konnte, und das war suuuuuuper schön! Der Strand ist der Hammer. Ich wünschte, wir hätten auch einen vor unserer Haustür.
Auf dem Flughafen gestaltete sich dann das nächste Problem, denn ich konnte die neue Tasche irgendwie nicht mehr richtig in den Koffer umfüllen und musste dann mit 3 Taschen losziehen und eine davon war auch noch sauschwer. Ich hatte mir im Flugzeug schon ein Busticket gekauft und war leicht überfragt, welchen Bus ich nehmen musste, doch der stand sogar schon vor der Tür. Im Übrigen fährt man da nicht wie in London ne halbe Ewigkeit, sondern nur zehn Minuten. Eigentlich schade, denn der war so gemütlich... :3
Kein guter Start in Dublin für mich. Der Bus ließ mich auf der O’Conell Street raus, kurz vor dem Spire und dem G.P.O., und alles lief ganz gut, aber meine Mitbewohnerin Maura ging nicht ans Telefon. Ich habe ne Stunde gewartet und immer mal angerufen, bis sie mir sagte, dass sie vor um 3 nicht von der Arbeit weg konnte. Es war aber erst 13 Uhr. Hmpf, um mir die zwei Stunden irgendwie noch zu vertreiben, bin ich einfach in Richtung Liffey gelaufen, aber der Koffer hat mir beinahe den Arm weggezogen. Ich hab mich dann für ne Weile an den Fluss gesetzt, bis mich ein seltsamer Typ fragte, ob ich irgendwo aus Skandinavien komme und ich ihm antwortete, dass es Deutschland sei. Naja, er hat dann angefangen, mir irgendwelche Sachen zu erzählen und den Großteil davon habe ich nicht verstanden und einfach nur genickt. Er meinte dann, mich würde er auf Garantie wiedererkennen, wenn wir uns noch mal treffen.
Gegen 14 Uhr bin ich dann doch wieder zum Post Office gegangen, weil es anfing zu regnen und musste dann dort noch ne ganze Weile warten. Eigentlich war der Tag schon gelaufen. Maura kam endlich von Arbeit und hat mir als Entschädigung eine LUAS-Fahrkarte gekauft und mir zu Hause was zu essen gemacht. Die Fahrt dahin war interessant. In der Straßenbahn stand mir ein Typ gegenüber, die seinen MP3-Player plötzlich laut aufdrehte und ich dachte, das Lied kennste doch. Irgendwie musste ich lachen, weil es sich als Black Burning Heart herausstellte. Im Radio war das erste, was lief, One von U2 (ja, auf solche Sachen achte ich).
Das Haus ist ziemlich klein, obwohl ich gemerkt hab, dass es durch den Anbau das größte in der Reihe hier ist. Ich habe meine Ansprüche ja sowieso ziemlich weit runtergeschraubt, deshalb überrascht mich das hier auch nicht allzu sehr. Bin aber trotzdem froh, dass wir in Dresden so eine schöne Wohnung haben. In meinem Zimmer fehlt eindeutig Grün. Und damit meine ich die Farbe Grün. Es ist irgendwie ziemlich leer hier, ich hoffe, das kann ich bald ändern. Zum Glück habe ich so viele Sachen von zu Hause mitgebracht, dass ich hier nicht erst noch welche kaufen muss.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen