Mittwoch, 16. Dezember 2009

Great lakes and small churches

Am Mittwoch war ich bei Snow Patrol, das war soooooooooooooooooo super schön! Ich hatte erst überlegt, ob ich hingehe oder nicht, aber dann hab ich es doch getan und bereue es nicht. Das war ein tolles Konzert mit einem recht guten Publikum in der akustisch besten Umgebung, in der ich jemals war. Das ganze war mit nem halben Orchester aufgezogen und hat richtig Spaß gemacht, das konnte man Gary auch ansehen.

Des weiteren war die Woche nicht sonderlich spannend. Am Samstag bin ich mit Elli nach Glendalough gefahren, dieses Mal aber richtig :) Das Ganze ist zwar nicht ganz billig (20 Euro mit dem ollen Bus), dafür ist aber die Landschaft richtig schön.
Ich hatte zumindest morgens noch den Eindruck, dass das Wetter gut werden würde, aber je weiter man ins Landesinnere fuhr, desto dunkler wurde es. Es regnete zumindest nicht, aber besonders toll war das auch nicht, besonders nicht fürs Fotografieren.
Was mich auch aufgeregt hat, war die Tatsache, dass man sich für 50 Cent so ein lächerliches Wanderblatt kaufen musste (als Karte will ich das nicht bezeichnen, ne Wanderkarte sieht anders aus), damit man sich dort überhaupt zurecht fand. Nun gut, keine der Wanderrouten hat uns so richtig gut gefallen und deshalb sind wir schlussendlich unseren eigenen Weg gelaufen.

Die Wicklow Mountains sind mitunter die höchsten Berge Irlands. Das Ganze wurde zu einem Nationalpark erklärt und dementsprechend viele Touristen findet man dort auch. Nun ja, es ist kein Wunder, denn County Wicklow grenzt gleich an County Dublin. Allerdings ist das Ganze auch als Touristenattraktion vermarktet. Man wird direkt vor dem Besucherzentrum abgeladen.
Die erste Etappe waren die Ruinen von Glendalough. Ich glaube, die stammen noch aus dem 12., 13. Jahrhundert. Sieht auf jeden Fall super aus. Auch der berühmte Rundturm, der in der Mitte dieses Friedhofs steht. Wenn Nebel dort gewesen wäre, hätte das Ganze eine schaurig-romantische Atmosphäre gehabt.

Leider ist das Wetter mal wieder umgeschlagen und wir mussten die ganze Zeit mit Schirm durch den Wald laufen. Wälder sind an und für sich hier recht selten anzutreffen, umso schöner war es, dass er Wald im Dezember noch etwas lebendiger aussieht, als zur selben Zeit in Deutschland.
Es gibt auf der Strecke einen Wasserfall - den man allerdings ersteinmal als einen solchen erkennen muss. Recht unspektakulär, dafür, dass er sogar eine eigene Wanderroute hat. Dafür sind die großen Seen inmitten des Tals umso schöner. Die Wanderrouten sind hier recht eben, sodass man sie eigentlich auch als großen Spaziergang bezeichnen könnte.
Am besten war aber, dass wir plötzlich einen riesigen Hirsch vor uns stehen hatten, der etwa 20 Meter von uns entfernt war und uns verwirrt ansah. Ich glaube, ich habe genauso geguckt. :D
Als wir am Minor Village ankamen, einer Ansammlung von uralten Häuserruinen, fing es plötzlich an, stark zu regnen. Das war wirklich schade, denn so konnte man den Rest der Strecke nicht wirklich genießen, sondern wurde nasser und nasser und nasser und nasser...

Wir waren auch zurück am Besucherzentrum, als meine Jacke bereits so nass war, dass ich sie auswringen konnte. Ich will nicht bezweifeln, dass das ein super schöner Ausflug ist, wenn es nicht regnet, aber das Timing war wirklich unglücklich. Vielleicht sollte man lieber im Frühjahr/Sommer hierher fahren. :/
Wir sind zurück in die Stadt und die kalten nassen Sachen waren wirklich keine schöne Sache, sodass wir nach ner Pizza wieder nach Hause gefahren sind.

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