Sonntag, 24. Januar 2010

Castles & Islands

Am Donnerstag hatte ich ein paar Viewings für mein Zimmer, nachdem ich gesagt habe, dass ich einen Nachmieter finde. Es ist schon ziemlich traurig, dass sich so viele Leute melden, man sich einen Terminplan zusammen legt und am Ende tauchen die Leute unabgemeldet nicht auf. Tatsächlich sind von 6 Personen nur 2 aufgetaucht, davon wurde eine von ihrem Freund vertreten. Zum Glück hat ein Mädel allerdings gleich gesagt, dass sie das Zimmer nehmen wolle und ich musste mir keine weiteren Gedanken mehr machen.

Nach einer relativ langen Durststrecke voller Nichtstun, ging es gestern mal wieder in die Natur. Ich habe eigentlich relativ viele Pläne, allerdings scheitern sie immer entweder an schlechtem Wetter oder am inneren Schweinehund. Zumal ist es auch bitter kalt und meine Prüfung sitzt mir langsam im Nacken.

Heute ging es mit Angela und Sabrina nach Malahide und Howth. Malahide hatte ich zwar schon gesehen, aber solange ich aus der Stadt rauskomme, ist mir alles recht. Manchmal wirkt das alles sehr beengend und laut und einfach ne halbe Stunde mit der DART und man ist im Paradies.
Es war zwar kalt, aber auch sehr klar und sonnig und so hatte sich der Ausflug nach Malahide für mich natürlich gelohnt, denn dieses Mal konnte man sogar den breiten Sandstrand und die davorliegenden Inseln und Sandbänke sehen. Super schön. Ich könnte mir durchaus vorstellen im Sommer *hust* dort herumzulungern und die Wärme genießen. Leider konnte man nicht mal mit den Füßen ins Wasser, denn die wären dann wohl vor Kälte abgefallen und weg gerannt.
Ich bin dieses Mal auch nicht mit ins Schloss gegangen, das hatte ich ja schon gesehen und so blieb ich draußen um in Ruhe ein paar Fotos zu machen.
Danach gings zurück zum Bahnhof, um nach Howth Junction und dann umgestiegen nach Howth zu fahren. Es war in HJ schon ziemlich kalt und man sah den aufziehenden Nebel aus Dublin (wieso ist es eigentlich immer neblig, wenn ich irgendwo hin will?), die Wolken setzten sich dann auch in Howth auf der Südseite fest, was die Sonne verdunkelte :(
Da die anderen gerne Fisch kaufen wollten, wartete ich draußen, denn ich kann diesen Geruch einfach nicht ab, und beobachtete die Seehunde, die sich mit irgendwelchen Fischen füttern ließen. Ich glaube, dass die schon viel zu fett sind und ich verstehe auch nicht, wie man sich das als Seehund antun kann und dort leben kann, wo Industrieabfälle im Wasser landen und die Motoren vieler Schiffe einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalten.
Wir sind zum Mittagessen ins Pub gegangen, was ich für etwas teuer hielt, aber immerhin war das Essen ganz gut gemacht. Dort blieben wir auch eine Weile und als wir wieder rauskamen, hatte sich der Nebel über den Berg gewälzt und zog jetzt in die Stadt rein. Ich hätte mir gerne noch den Martello Tower angeguckt, aber die anderen hatten keine Lust mehr. Das war ziemlich blöd, denn die Halbinsel besteht nun mal nicht nur aus dem Hafen, sondern gerade aus den Klippen, die sich rundherum ziehen.

Naja, es ging zurück und in Dublin selbst war noch mehr Nebel, von dem ich bereits dachte, dass er uns viel Regen bescheren würde. Um ehrlich zu sein vermisse ich schon den stürmischen Regen, der alle Schirme zerstört und dich, egal wie du dich anziehst, in 5 Minuten durchweicht.
Naja, eigentlich vermisse ich ihn nicht. :P

Abends ging es dann in die Stadt und ich traf zum ersten Mal den berühmten Clemente, der trotz der langen Nase recht gut aussah. Er hatte seine Schwester im Schlepptau, die relativ zurückhaltend war. Wir gingen erst in einen Schuppen, den ich bisher selbst nicht vom Sehen her kannte, No. 4 Dame St. Ich finde das Lokal ganz gut, da gibt es zwei Geschosse, der obere hat einen toll ausgebauten Dachstuhl und viiiiiiiiiiiiiiiiiel Platz!
Wir sind dann aber weitergezogen, in eine Bar, deren Name ich nicht mehr weiß, die aber in Temple Bar liegt. Hat mir persönlich nicht besonders gut gefallen, es war stickig und viel zu voll. Ich hatte dann auch irgendwann Kopf- und Bauchschmerzen, wahrscheinlich von dem blöden Paulaner, das ich nie wieder in meinem Leben anrühren werde!!
Wurde dann noch ins Cafe en Seine geschleift, aber dann hatte ich echt die Nase voll, bin bis Christ Church gelaufen und habe ein Taxi genommen, für das ich phänomenal wenig bezahlt habe.

Und jetzt liege ich hier und hab immernoch Bauchschmerzen :/

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