Dienstag, 12. Januar 2010

The World in White

Es soll durchaus vorkommen, dass in irland Schnee fällt. Falls das der Fall ist, sollte man lieber zu Hause bleiben.

Es hatte ja bereits vor Silvester mit Schneien begonnen, aber richtig ernst nehmen kann man das hier nicht. Die Leute frieren sich ja schon einen ab, wenn das Termometer kurz vor 0°C stehen bleibt. Ich habe kein Problem mit klirrender Kälte, besonders nicht, wenn es nicht mal sehr trocken ist, aber irgendwie... ist das hier anders.
Es schneite die ganze Woche über und blieb auch liegen, was natürlich zu furchtbarem Verkehrschaos geführt hat. Da ich meinen Schlüssel von der alten Wohnung noch abgeben musste, wollte ich gleich die Bahn nehmen und musste mit Schrecken feststellen, dass zur gewohnten Zeit eine riesige Menschenansammlung an der Haltestelle stand. Ich war mir nicht ganz sicher, wieso, allerdings wurde dann über Lautsprecher verbreitet, dass keine Busse mehr fahren würden. Es lag also echt nur an dem bisschen Schnee!

Man muss vorsichtig sein, wenn man in Dublin wohnt, jederzeit. Wenn es regnet, geht einem der Schirm kaputt (RIP Schirm...), wenn es schneit, wird eben nicht gestreut. Die Begründung dafür ist ziemlich simpel: Das ist der Stadt zu teuer. Dafür darf dann eben der öffentliche Verkehr eingestellt werden und alle Leute müssen höllisch auf ihre Knochen aufpassen. Fortbewegung unmöglich.
Ich war auch Zeuge, wie ein Typ hinflog - und 10 Sekunden später lag ich selbst am Boden. Das tat furchtbar weh, mein armer Ellenbogen. Waaaaaah und in Deutschland heulen sie, weil langsam das Streusalz ausgeht. Luxusproblem!!!

Gerade jetzt ist natürlich Ausgehtechnisch viel los. Am Freitag war Danielas Geburtstagsfeier und das war irgendwie... die bekloppteste Feier ever. Ich hatte schon ein bisschen viel Vodka getrunken und irgendwann habe meinen eigenen Filmriss live miterlebt. Das war dann eher auf dem Bett sitzen und nach 5 Minuten nicht mehr wissen, was gerade eben passierte. Dummerweise fand ich auch irgendwann meine Tasche im Badezimmer, nur um später herauszufinden, dass irgendein Idiot all mein Geld gestolen hatte. D: DAS hat mir nach dem Gelddebakel am Bahnhof natürlich den Rest gegeben.
Ich hab dann auch bei Daniela übernachtet und bin Samstags erst gegen 16 Uhr nach Hause gekommen, um keine 3 Stunden später meine Mitbewohnerin in der Stadt zu treffen und mit ihrer Freundin was Essen zu gehen. Wir waren bei einem Spanier, dessen Name ich dummerweise vergessen habe, aber das war echt totaaaaaaaaaaaal lecker! Danach gings ins The Duke, ein echt netter Pub. Es hatte ja wie verrückt geschneit und die Straßen waren glatt und leer, sowie auch die gesamte Lokalszene in der Innenstadt. Da waren vielleicht 20, 30 Leute im Pub, das passiert für gewöhnlich nicht mal unter der Woche! o.O War aber alles in allem super nett, wenn man mal Platz hat und sich in Zimmerlautstärke unterhalten kann.
Danach gings in Café en Seine - ooooooooooooh was für ein Hammerschuppen!!! Ist zwar echt teuer, aber da lässt sichs aushalten. Alles ist irgendwie im Vintage-Stil mit riesigen Pflanzen und bunten Fensterscheiben. o.O sag ich da nur.
Gegen 3 Uhr morgens (was sind das für Zeiten?!) hatte ich dann beschlossen, mit meiner Mitbewohnerin zu meinem alten Haus zu fahren, da ich keine Lust hatte, wieder zurück zu laufen. War irgendwie seltsam, wieder in meinem alten Zimmer zu sein, indem nichts drin war. Es war echt unheimlich leer, aber ich hatte das alte Bett schon richtig vermisst. ^^

Gestern wars dann doch mal wieder ein bisschen ruhiger. Kristina, die ich auf der Weihnachtsfeier kennen gelernt hatte und die zu Silvester mitkommen wollte, hatte Geburtstag und wir sind ins Bankers gegangen, das ich in letzter Zeit wirklich häufig aufsuche. Mein Lieblingskellner war dieses Mal auch da und da fast gar nix los war, hat er sich zu uns gesetzt und sich mit uns unterhalten. Ich liebe den Schuppen, auch wenn's eigentlich ne Männerkneipe ist, weil dort immer nur Fußball läuft. Oh Mann und meinen Bierkonsum sollte ich vielleicht auch endlich ein bisschen einschränken.

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